Die Entstehung Schaderthals dürfte in die Endphase der letzten mittelalterlichen Siedlungsperiode in der zweiten Hälfte des 14. Jh. fallen. Der Ort wurde im Jahre 1410 als Schaderntall erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname wird vom alten Bachnamen Scathaha abgeleitet und verweist darauf, dass das Wasser des Baches bei Schneeschmelze viel Schaden verursacht haben könnte.

Das einst zur Grafschaft Orlamünde-Lauenstein gehörende Dorf kam im 15. Jh. durch Verkauf an das Herzogtum Sachsen, war aber der Benediktinerabtei Saalfeld bis zur Reformation zinspflichtig.

Um 1860 waren Ackerbau, Viehzucht und Obstbau die Haupterwerbszweige der Einwohner. Einige der 87 Einwohner (1858) verdienten ihren Lebensunterhalt in den nahe gelegenen Schieferbrüchen „Glückauf“ und „Mühlenbruch“, andere stellten in den Wintermonaten Schiefertafeln in Heimarbeit her. Ein als Waldgewerbe betriebener Teerofen lieferte Kienöl aus Kiefernstämmen.

Wirtschaftliche Grundlagen waren die Weidewirtschaft, das Sägewerk und die Betreuung eines Betriebsferienheimes mit 250 Plätzen. In einem kleinen Steinbruch wurde mitteldevonischer Tentakulitenschiefer abgebaut, der reich an Fossilien ist.

Mit dem Ausbau der Eisenbahn Eichicht - Probstzella wurde im Jahre 1884 die Erlaubnis zur Errichtung einer Gaststätte zur Versorgung der Arbeiter genehmigt. 1897 entstand das heutige Gasthaus. Eine Wasserleitung erhielt das Dorf 1904 und der Schulbau erfolgte 1905.

Am Ausgang des Schaderthalbächleins, direkt an der B 85, liegt die Schaderthaler Mühle, in der 1907 zusätzlich zu den Wasserrädern ein Elektrizitätswerk errichtet wurde.

Als selbstständige Gemeinde gehörte Schaderthal zum Gemeindeverband "Saale/Loquitz".
Geschichtliches