Pippelsdorf hieß ursprünglich Luppoldsdorf (Dorf des Luipold). Es kann zurück geführt werden, dass Graf Poppo aus der Grafschaft Orlamünde, der um 875 die Sorbenmark zu schützen und zu verteidigen hatte, der Gründer des Dorfes war, das zunächst als Poppelsdorf auftritt. Urkundlich wurde Pippelsdorf jedoch erst 1394 erstmals erwähnt.

Pippelsdorf gehörte seit 1414 zur Herrschaft Gräfenthal bis es im Jahre 1438 durch Schenkung an Conrad von Pappenheim kam und nach dessen Ableben an die Stühlinger Linie ging. Laut Verteilungsvertrag von 1621 zwischen dem Herzog Johann Philipp und dem Grafen Pappenheim Stühlinger Linie ging das Alterslehngut Pippelsdorf an einen Herrn von Lengefeld. Bis ca. 1765 befand sich der Ort von Lengefeldschem Besitz und wurde zeitweise durch Pächter verwaltet. Zu jener Zeit zählte der Ort 17 Einwohner.

1852 war die Zahl der Bewohner auf 57 gestiegen. Es gab ein Gemeindehaus, 7 Häuser, 2 Werkshäuser, darunter eine Schneid- und Mahlmühle, 5 halbe Güter und ein viertel Gut. Bis 1925 stieg die Zahl der Einwohner auf 107. Nach dem 2.Weltkrieg kamen viele Umsiedler aus dem Osten, wodurch die Einwohnerzahl im Jahre 1946 auf 124 gestiegen war. Während den 40 Jahren DDR suchten sich fast alle Umsiedler eine neue Heimat. Da es im Ort als Erwerbszweig nur die LPG gab, lernten viele junge Menschen einen Handwerksberuf oder gingen in die Industrie und zogen fort.

In den letzten Jahrhunderten gab es neben der Landwirtschaft den Bergbau auf Eisen und den damit verbundenen Hütten- und Hammerwerken. Auch der Wald wurde als Erwerbszweig genutzt. Es wurde Bloche und Schneidholz gemacht, Gusteln und Tannenzapfen wurden gesammelt, wie auch Beeren und Pilze, was ein willkommener Nebenverdienst war. Ein weiterer Erwerbszweig war das Herstellen von Holzkohle in den Meilerstätten und es wurde nach Ocker gegraben, auch Silber soll gewonnen worden sein.

Durch den Holzreichtum um Pippelsdorf  und die aufkommende Bautätigkeit wurden Sägewerke errichtet, auch eine Schindelmacherei wurde betrieben. Der Schiefer wurde damals nicht für Bedachungszwecke genutzt. Dafür dienten die Schindeln. Die Schindeldächer, die mit der Zeit vermoosten, waren ziemlich regendicht, denn sie bildeten nach und nach ein Ganzes, wie auch das Strohdach. Das letzte Schindeldach verschwand 1896.

In der Verwaltungsgeschichte kam es nach langem Hin und Her 1958 zum Zusammenschluss von Pippelsdorf mit Königsthal. Im Jahre 1994 wurde der Zusammenschluss mit Marktgölitz vollzogen. Seit 2004 ist Pippelsdorf ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Probstzella.

Geschichtliches