Laasen dürfte bereits im 12. Jahrhundert unter Mithilfe slawischer Siedler auf einer Waldrodung angelegt worden sein. Darauf deutet der Ortsname, der 1363 als Lasan (laz=Rodung, unbebauter Acker) erstmals urkundlich erwähnt wurde. Hier handelt es sich wohl um einen Bewohnernamen, Lazane=Siedler auf der Rodung, Waldroder.

Laasen war im Mittelalter Sitz einer kleinen Gutsherrschaft, dessen feudaler Besitzer sich nach dem Ort benannte. 1363 erscheint Heintze von Lasan als Ratsmann in Saalfeld. Das Dorf Laasen selbst wird 1373 erstmals genannt. Zu dieser Zeit gehört der Ort zu den Zinsdörfern der Propstei Zella.

Im späten Mittelalter war das Rittergut im Besitz des Herren von Holbach und ging 1489 an die Herren von Lengefeld über. Die Dorfbewohner waren der Gutsherrschaft lehens-, zins und fronpflichtig sowie gerichtsuntertänig. Im Jahre 1747 übernahm es die schwarzburgische Landesherrschaft und löste es zehn Jahre später auf. Das Herrenhaus stand unter Denkmalschutz. Jedoch war es schon hoffnungslos verwahrlost. Der so genannte Edelhof der Familie von Lengefeld musste 1958 wegen Einsturzgefahr abgerissen werden.

Die heutige Gestalt der Dorfkirche ist im Wesentlichen das Ergebnis der Bautätigkeit von 1791. Das Gebäude stellt einen Rechteckbau dar mit Krüppelwalm und östlichem Dachreiter.

Im Jahre 1863 gab es in Laasen sieben Ganz- und zwei Halbbauerngüter. Von den drei Hintersättlern und drei Kleinhäuslern betrieben vier ein Handwerk. Die landwirtschaftlichen Flächen des Ortes wurden vor 1990 von der Kooperation Beulwitz bewirtschaftet. Die Einwohner waren im landwirtschaftlichen Sektor tätig oder pendelten in die Industriebetriebe aus.

Der oberhalb der Lohmwand liegende Flurteil heißt "Alte Dorfstelle". Dieser Name sowie die Flurbezeichnung Kirchsteig bzw. Kirchfeld lassen auf eine Wüstung schließen, die im Volkmund "Lohmendorf" genannt wird. Es liegen jedoch von der einstigen Siedlung keine schriftlichen Überlieferungen vor. Ebenso fehlen Bodenfunde, die auf eine frühere Besiedlung schließen lassen.

Am Rand zum Steilhang der Saale im Nordosten der Gemarkung wurde 1928 durch den Thüringerwald-Verein der Lohmen-Turm errichtet. 1968 wiederhergestellt, bietet er als Aussichtspunkt ein umfassendes Panorama über das Saaletal bei Kaulsdorf und die östlich gelegenen Höhenzüge zwischen Goßwitz und Hohenwarte.

Geschichtliches