Das Dorf ist eine relativ junge Gründung. Erst 1511 wurde Königsthal als Weiler (kleine Ansiedlung) erstmals urkundlich erwähnt.

Es ist anzunehmen, dass der im Volksmund als Schmitte bezeichnete Ort, aus einem Eisenhammerwerk hervorging. Der heutige Name dürfte von einem Familiennamen König, ev. dem Besitzer der Schmiede, abgeleitet sein.

Es ist überliefert, dass im 15. Jahrhundert einige Dörfer verschwanden und zu Wüstungen wurden. Über die Art des Untergangs gibt es verschiedene Ansichten. Manche glauben der Untergang sei durch die Pest verursacht worden, andere behaupten der Untergang sei durch den Bruderkrieg im Jahre 1550 erfolgt und wieder andere meinen der Untergang beruhe auf dem Husittenkrieg von 1419 bis 1434.

Wie dem auch sei, die Überlebenden aus Zabelsdorf und Erkmannsdorf sollen es gewesen sein, die sich hier niederließen und eine Schmiede gründeten. Das in Königsthal produzierte Eisen (Stabeisen) war sehr berühmt. In einem Jahr wurden etwa 800 Zentner hergestellt. Auch ein Frisch- und Blaufeuer wurde bis 1812 unterhalten. Der Grund für den Niedergang der Schmiede soll ein Bauer gewesen sein, der einen großen Teil des Werkes kaufte, jedoch sein Wort nicht hielt, dass es schließlich zu einem Gerichtsprozess kam. Im Jahre 1850 stürzten die letzten Mauerreste ein.

Die Einwohner sicherten sich ihren Lebensunterhalt in den letzten Jahrhunderten im wesentlichen durch die Arbeit in der Landwirtschaft und im Bergbau. Die Waldnutzung war nicht sehr vielseitig, es wurde Bloche und Schneidholz gemacht. Gustelpflücker sammelten auf gepachteten Gebieten Gusteln oder Tannenzapfen. Der Tannen- und Fichtensamen ging als begehrtes Handelsobjekt in viele Länder.

Im Jahre 1913 kam der Elektrizitätswerksbesitzer Franz Itting nach Königsthal. Er hatte den Einwohnern des Ortes einen Vorschlag zu machen. Entlang des Gölitzgrundes durch Königsthal sollte eine Stromleitung bis auf die Saalfelder Höhe gezogen werden. Keinerlei Unkosten sollten den Bewohnern bis zu ihren Hausanschlüssen entstehen, nur die Hochspannungsleitung sollte durch die Ortsflur führen. Sie lehnten dieses Angebot ab. Dieser Beschluss konnte jedoch die Elektrifizierung nicht aufhalten. Im Jahre 1925 hielt sie auch in Königsthal endlich Einzug.

In der Verwaltungsgeschichte kam es nach langem Hin und Her 1958 zum Zusammenschluss von Königsthal mit Pippelsdorf. Im Jahre 1994 wurde der Zusammenschluss mit Marktgölitz vollzogen. Seit 2004 ist Königsthal ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Probstzella.

Geschichtliches