Als Großen Geschwenda wurde 1379 der Ort erstmals in einem Zinsregister der Benediktinerabtei Saalfeld erwähnt. Der Ortsname Großgeschwenda wird abgeleitet von swenden = schwinden, was sich auf das Roden des Waldes zur Urbarmachung bezieht. Die Gründung des Dorfes erfolgte vermutlich durch Siedler aus Franken im Auftrag der Grafen von Orlamünde.

Im Jahre 1388 wurde das Dorf zcu dem grossen Geschwend dem Kloster Saalfeld übergeben  und gehörte seitdem zum Einflussbereich der Propstei Zella. 1532 kam es dann an die Wettiner.

Bis ins 19. Jh. lasteten auf den ansässigen Bauern hohe Naturalabgaben, noch 1858 mussten jährlich 60 - 70 Schafe an den Zinsboden nach Probstzella abgegeben werden. Die Schafzucht nahm in der Viehwirtschaft eine bevorzugte Stelle ein. Der Ackerbau jedoch brachte aufgrund des kargen, steinigen Bodens nur mäßige Erträge ein.

Im Ort gab es neben den Bauern einige Weber, Schieferdecker und Schneider. Seit 1589 besaß Großgeschwenda das Braurecht.

Die Kirche steht am nördlichen Dorfrand. Sie ist im Unterbau spätromanisch, die Ausstattung stammt aus der Erbauungszeit um 1730, ein Triumphbogen wurde 1729 - 1734 erbaut, der ausgebaute Turmaufsatz stammt von 1805. Im Jahre 1797 wurde eine Orgel gekauft.

Seit dem Jahre 1729 ist ein Schullehrer nachweisbar, ein Schulhaus wurde 1740 erbaut. Die erste Wasserleitung wurde 1894 gebaut, der Anschluss an das Stromnetz erfolgte im Jahre 1909.

Von 1920 bis 1939 war Großgeschwenda, dessen Dächer und Wandflächen in traditioneller Weise größtenteils mit Schiefer beschlagen sind, für Großstädter ein beliebtes Urlaubsziel.

Geschichtliches